Mathematik – für viele Schüler nur ätzend!

Bei dem Schulfach Mathematik, da scheiden sich die Geister, im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt Schüler, die lieben dieses Fach, weil es ihnen leicht überschaubar und logisch ist. Und es gibt die anderen Schüler, die mit Sicherheit in der Mehrzahl sind, die dieses Schulfach hassen. Diese beiden Gruppen werden sich nie verstehen, zumindest, was das Fach Mathematik angeht. Doch dies ist zum Glück nur ein kleiner Ausschnitt des Lebens.

Für diejenigen, denen die Mathematik liegt, und das bedeutet mehr, als bloße einfache Rechenaufgaben, wird es ein ewiges Rätsel bleiben, warum andere Menschen dem Fach so gar nichts abgewinnen können. Doch nicht jeder hat analytische Fähigkeiten, nicht jeder ist der geborene Logiker. Es gibt Menschen, die die wichtigen Dinge im Leben aus dem Bauch heraus entscheiden, die sich immer von ihrem Gefühl leiten lassen und die trotzdem nicht schlechter leben oder weniger Erfolg haben als diejenigen, die über alles genau nachdenken, bevor sie etwas tun. Manchmal entscheiden kleine Erlebnisse, ob ein Schüler sich für das Schulfach Mathematik begeistern kann oder nicht. Wichtig sind motivierte Lehrer, die den Schülern das Verständnis für die Geschichte und die Bedeutung der Mathematik vermitteln können.

Ist aber gleich zu Anfang der Schullaufbahn hier nichts für die Kinder getan worden, dann kann Mathematik ein reines Zahlenspiel, das keinen Sinn macht, sein. Warum auch sollte sich ein Kind darüber freuen, den Nachmittag, statt draußen zu spielen oder zum Sporttraining zu gehen, mit langwierigen Berechnungen zu verbringen. Und wenn es um Geometrie geht, dann gelingt nicht jede Zeichnung sofort und muss das ein oder andere Mal neu gezeichnet werden, bis die Hausaufgaben so sind, dass es am nächsten Tag in der Schule keinen Ärger gibt. Für viele Schüler kostet die Mathematik am Nachmittag zu viel Zeit. Sie denken, dass diese Aufgaben, ihnen im Leben nicht weiterhelfen werden. Mathematik bietet – ähnlich wie Latein – kein fassbares Ergebnis fürs kommende Leben. Erst mit den Jahren begreifen die Menschen, dass das logische Denkvermögen, das durch den Mathematik-Unterricht geschult wird, von großem Nutzen sein kann. Doch Kinder und Jugendliche wollen immer direkt etwas von dem haben, was sie tun müssen. Haben Kinder aber erst einmal eine negative Meinung über Mathematik, dann lernen sie auch nicht so intensiv wie in anderen Fächern, sie vergessen schneller. Und dann beginnt ein kleiner Teufelskreis. Alle weitergehenden Aufgaben werden nur schlecht verstanden, weil die Grundlagen nicht sitzen. Ein Fach, das man nicht begreift, das hasst man.